Förderunterricht

Dieses Förderkonzept ist seit dem Schuljahr 2019/2020 in der Erprobung.

Fördergruppen, die im Stundenplan einzeln ausgewiesen sind (bisher gab es sowohl feste als auch wechselnde Gruppenzusammensetzungen, in der Regel jahrgangsbezogen) sind aus organisatorischen Gründen nicht mehr möglich.

Nun stehen jeder Klasse 3 Stunden als Förder- / Forderstunden zur Verfügung, die für die gesamte Lerngruppe konzipiert werden. Davon entfällt eine Stunde auf die Werkstatt zur Förderung der Rechtschreibung.                                                                                                                

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten möglichst selbständig an vorstrukturierten Materialien und Aufgaben. Die Organisation obliegt der jeweiligen Klassenlehrerin: In Form von Freiarbeit, Arbeitsplan, Wochenplan, Übungszeit o.Ä. Die Fächer Deutsch und Mathematik können hier einzeln oder gemeinsam geplant werden. Kernanliegen ist die individuelle Förderung jedes Kindes, entsprechend der jeweiligen Übungsbedarfe oder der Möglichkeiten zur Forderung je nach Begabung und Interessen.

Organisatorisch bedeutet dies, für jeden Schüler eine hinreichende Diagnose zu erstellen (siehe auch im Schulprogramm Ausführungen zu den einzelnen Fächern sowie Umgang mit LRS und Dyskalkulie) und daraus individuelle Förder- und Forderangebote abzuleiten unter Einbeziehung zahlreicher Materialien (Karteien, Zusatzmaterialien, Laptops mit Lernprogrammen, Ipads mit Apps, Übungsheften, zusammengestellten Arbeitsblättern…)  und Aufgabenstellungen (z.B. Forscheraufgaben, Übungsaufgaben, Projektaufgaben, Lesepässe, antolin etc.), an denen langfristig gearbeitet wird.

Während dieser Stunden werden Schüler und Schülerinnen nach verschiedenen Schwerpunkten heraus gezogen und von einer Lehrkraft (Klassenlehrer oder Fachlehrer) oder Zusatzkraft über einen längeren Zeitraum in einer Kleingruppe gefördert. Unterstützung von Lehramtsanwärtern, Studenten, Praktikanten und Eltern, Schulsozialarbeiterin, Integrationshelfer ist sinnvoll und erwünscht. Die Angebote zur Sprachförderung (DaZ) werden hier integriert. Es bedarf gründlicher Absprachen im Team hinsichtlich der Aufteilungen und Inhalte. Klassen- und jahrgangsübergreifende Angebote sind möglich.

Es ist möglich, die Kleingruppe nach 20 Minuten zu wechseln oder eine ganze Unterrichtsstunde zu konzipieren. Die Umsetzung richtet sich nach den Bedarfen sowie nach Personal- und Raumangebot und ist variabel. Jede Klasse legt die 3 Förderstunden unterschiedlich fest, dabei sollen einige Stunden parallel liegen.

Es bleibt abzuwarten, wie dieses Konzept personell, organisatorisch und inhaltlich umsetzbar ist und es soll nach einem Jahr der Erprobung evaluiert werden.